Stolpersteine für Marie und Karl Marcus

Zum fünften Mal verlegten der 1. FC Nürnberg und der Verein „Geschichte für alle“ Stolpersteine. Immer am 30. April wird damit in der NS-Zeit ausgeschlossenen jüdischen Club-Mitgliedern vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnsitz gedacht – heuer vor dem Gebäude am Maxtorgraben 31 an Marie Marcus (geb. Friedlein) und ihren Mann Karl. Der Club stellt sich damit seiner geschichtlichen Verantwortung. Ein wichtiger Termin in der FCN-Bildungsarbeit, der am vergangenen Donnerstag fast nicht hätte durchgeführt werden können.
Es stand nur noch der letzte finale Akt an: die Herausnahme des Pflastersteins und das Einsetzen der Stolpersteine. Peter Meier, Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Nürnberg, hatte die über 30 Teilnehmenden, darunter Jurij Kopf aus dem Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, Fans, Vertreter aus dem Verein und aus städtischen Kultureinrichtungen, eine Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums Langwasser, die am Jenö Konrad-Cup 2026 teilnehmen, begrüßt. Er verwies aus aktuellem Anlass auf das Theaterstück „Heulen mit den Wölfen“ am Staatstheater Nürnberg., das ebenfalls auf den von Club-Historiker Bernd Siegler recherchierten Lebensgeschichten jüdischer Club-Mitgliedern beruht.
Fotocredits: 1. FC Nürnberg

