
Und plötzlich ist es dunkel. Alles, was Marius Bülter bleibt, ist das Rasseln im Ball. Der FC-Stürmer spielt die Kugel zwischen seinen Beinen hin und her und bewegt sich dabei langsam nach vorne. Er setzt zum Schuss an, legt sich das Spielgerät jedoch zu weit vor. Bülter schwingt am Ball vorbei und verliert das Gleichgewicht. Er fällt hin und lacht. Marius Bülter ist blind – zumindest für diesen Augenblick.
Gemeinsam mit Teamkollege Dominique Heintz ist der 32-Jährige beim Blindenfußball zu Gast. Nach einer kurzen Einführung ziehen sich die FC-Profis erstmals die Dunkelbrillen auf. Die Brillen müssen beim Spiel getragen werden, denn sie verhindern, dass Licht eintritt und gewährleisten so einen fairen Wettbewerb. Im Wettkampf werden zudem Kopfschützer getragen, sie sind gepolstert und schützen vor Zusammenstößen. Viele Zweikämpfe gibt es heute allerdings nicht. Bülter und Heintz lernen die Basics. Zum Start sollen sie langsam auf und ab dribbeln, um ein Gefühl für die für sie neue Situation auf dem Feld zu entwickeln. Während sich Bülter mit Tippelschritten nach vorne bewegt, steht Heintz auf der anderen Seite und gibt verbale Zeichen, in welche Richtung er sich bewegen muss.
Fotocredits: 1. FC Köln

