BVB verlegt Stolpersteine am Borsigplatz

In unmittelbarer Umgebung des Borsigplatzes, der Keimzelle von Borussia Dortmund, wurden mehrere Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt, gedemütigt, entrechtet, vertrieben und ermordet wurden. Darunter sind auch Opfer, die in Verbindung mit dem BVB standen: Heinrich Czerkus, Franz Hippler und der Kaufmann Orlean. In Anwesenheit des damaligen BVB-Präsidenten Dr. Reinhold Lunow wurden am vergangenen Donnerstag drei Steine hinzugefügt, die an die Familie Littmann erinnern.
Im Zuge einer Studie der Historiker Rolf Fischer und Katharina Wojatzek, die bereits 2020 von Borussia Dortmund beauftragt worden war, die Rolle des Vereins zur Zeit des Nationalsozialismus wissenschaftlich zu untersuchen, tauchten Erkenntnisse über die Familie Littmann auf. Das Ehepaar ließ sich Mitte der 1920er-Jahre in Dortmund nieder und betrieb ein Lebensmittelgeschäft in der Oesterholzstraße 34. Im Februar 1926 warb Wolf Littmann in der Vereinszeitung des BVB für seine „Spezial Eier- u. Butterhandlung“.
Fotocredits: Borussia Dortmund

