„Stein vom Herzen gefallen“: Amputierten-Fußballer erneut Meister

„Noch ein wenig heiser“ ist Stefan Schmidt am Montagnachmittag. Der Kapitän der Amputierten-Fußballer des 1. FSV Mainz 05 hatte dafür allerdings einen guten Grund. Die 05ER sind zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister der Amputierten-Fußball-Bundesliga. Beim Finalturnier in Düsseldorf setzte sich das Team um Trainer Jürgen Menger am Samstag im Halbfinale gegen Fortuna Düsseldorf und im Endspiel gegen den Hamburger SV durch. Noch auf dem Platz startete die Party mit den 05-Fans vor Ort mit der obligatorischen Humba und ging in der Kabine und später in der Düsseldorfer Altstadt weiter. Erst in den frühen Stunden des Sonntagmorgens fand sie ihr Ende. „Wir haben den Titel in vollen Zügen gefeiert“, berichtet Schmidt.
Gegen den HSV hatten Robin Menger mit einem Doppelpack und Christian Heintz bereits in der ersten Hälfte eine Drei-Tore-Führung herausgespielt, der einzige Hamburger Treffer fiel erst fünf Minuten vor Schluss. Deutlich nervenaufreibender war dagegen das Halbfinale gegen die Fortuna, in dem Schmidt erst in der Verlängerung mit einem Traumtor der entscheidende Treffer gelang. Heintz hatte zuvor die Führung erzielt, die Düsseldorf in der regulären Spielzeit ausglich. „Das war eine ganz schöne Bude“, blickte der Mainzer Kapitän auf sein Tor zurück. „Als der den Ball den Fuß verlassen hat, hab ich mir gedacht: ‚den hast du geil getroffen'“, erzählt er weiter. „Dann zappelte er im Knick.“
Fotocredits: 1. FSV Mainz 05

