So läuft das „Praktikum zur beruflichen Teilhabe“ bei Werder

Wie fühlt es sich an, für eine Zeit bei Werder Bremen zu arbeiten? Für Lasse, Inga und Lukas ist diese Frage längst beantwortet. Die drei absolvieren derzeit ein „Praktikum zur beruflichen Teilhabe“ beim SV Werder und arbeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen des Clubs mit. Gemeinsam ist ihnen: Eigentlich befinden sie sich in einer Ausbildung zum Bürokaufmann beziehungsweise zur Bürokauffrau, beim Werder-Praktikum sammeln sie zusätzliche Praxiserfahrung – individuell, passgenau und auf Augenhöhe.
Die Praktikant*innen kommen vom Nordic Campus, einem Bildungsträger, bei dem junge Menschen mit Handicap sowohl berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen als auch Erstausbildungen absolvieren können. Auch Lasse, Inga und Lukas absolvieren dort ihre Ausbildung. Entsprechend ist das „Praktikum zur beruflichen Teilhabe“ bei Werder Bremen bewusst auf ihre Bedürfnisse angepasst: Die Betreuung ist engmaschiger, Absprachen erfolgen klarer und Aufgaben werden individueller auf die jeweiligen Praktikant*innen zugeschnitten. Das bedeutet jedoch nicht weniger Verantwortung – im Gegenteil. In den Fachbereichen geht es darum, gemeinsam realistische Aufgabenpakete zu definieren, Strukturen transparent zu machen und verlässliche Ansprechpartnerinnen zu benennen. In kurzen Kennenlerngesprächen wird vorab besprochen, welche Tätigkeiten gut passen, welche Unterstützung sinnvoll ist und wo sich die Praktikant*innen gezielt weiterentwickeln möchten. So entsteht ein Praktikum, das nicht nach Schema F funktioniert, sondern Raum für Entwicklung lässt.
Fotocredits: SV Werder Bremen